Zu den Flugplätzen - 11/2008

Aus Tansania Information
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Sanierung und Ausbau

Die Weltbank gewährt Tansania Mittel für die Sanierung der Flugplätze von Arusha, Bukoba, Shinyanga, Kigoma, Mafia, Sumbawanga und Tabora. Wegen Reparatur- und Baumaßnahmen auf dem Julius Kambarage Nyerere International Airport (JNIA) verhandelt die Regierung mit der Regierung Chinas. Für den neuen Flugplatz von Dodoma und den Songwe Flugplatz in Mbeya gewährt die Arab Bank for Economic Development in Africa (BADEA) ein Darlehen. (DN 3.4.08; Guardian 8.4.08)

Der Generaldirektor der Tanzania Airports Authority (TAA) sagte, auf den Flugplätzen müsse es Hotels, Konferenzräume, Läden und Wechselstuben geben. Bei fast keinem Flugplatz Tansanias sei das der Fall, sie könnten nicht wirtschaftlich rentabel betrieben werden. Er sagte, in Tansania sei das Flugwesen seit fünf Jahren stetig gewachsen. Neue Gesellschaften flögen Tansanias internationale Flughäfen an. (Guardian 1.10.08)

Arusha

Die Regierung plant, den lange vernachlässigten Arusha-Flugplatz zu modernisieren. Landebahn, Zufahrtsstraße, Parkplatz und Vorfeld müssen renoviert werden. Man benötigt ein Hotel, ein Kongresszentrum, ein neues Empfangsgebäude, eines für Prominente, ein Geschäftszentrum, Büros und eine Flugzeughalle. Vom Selian Agricultural Research Centre wurden bereits 800 ha Land übernommen. (Guardian 26.9.08)

Arusha-Region

Der Kilimanjaro International Airport (KIA) ist 35 km von Moshi, 40 km von Arusha entfernt. Pro Jahr landen hier mehr als 300.000 Passagiere. Nyerere weihte den KIA im Dezember 1971 ein. Er ist Eigentum des Staates; eine britische und eine südafrikanische Firma halten Aktien. Seit 1998 betreibt die Kilimanjaro International Airport Development Company (KADACO), eine private tansanisch-europäische Firma, im Rahmen eines 25-Jahresvertrags das Empfangsgebäude.

Illegalerweise errichten nun Hunderte von Tansaniern, auch Geschäftsleute, auf dem Gelände der KADCO feste Häuser. Sie bauten eine Primarschule für 217 Kinder. Manche behaupten, schon ehe der KIA angelegt wurde, hätten sie hier gelebt. Ihren Gesamtplan der Modernisierung des KIA kann die KADCO nun nicht durchführen. Sie hatte Investoren eingeladen, ein Einkaufszentrum, noble Hotels, zollfreie Geschäfte, Bildungseinrichtungen, Golfplätze, Andenkenläden ein Gelände für Wild u. a. anzulegen. (Observer 12.10.08)

Dar-es-Salaam

06/07 wurde der Ausbau des Julius Nyerere International Airport ausgeschrieben. Aber die Interessenten blieben aus.

Für die Entschädigung der Eigentümer des benötigten Landes werden 63mrd/- TSh benötigt. Man teilte ihnen bereits Bauland zu. Aber es gibt keine Mittel für Ausgleichzahlungen. Deshalb kann das Empfangsgebäude Nr. 3 noch immer nicht errichtet, Empfangsgebäude Nr. 2 nicht erweitert werden. Es wurde für 1 Mio. Reisende gebaut, wird nun aber von 1,5 Mio. Menschen benützt. Deshalb bilden sich beim Einchecken und vor der Einwanderungsstelle lange Warteschlangen. Seine drangvolle Enge und der Zustand der offiziellen tansanischen Luftlinie schaden dem Image Tansanias als Touristenziel. Man fürchtet, verbessert sich die Lage nicht, landen die Touristen, die Attraktionen Tansanias besuchen wollen, in den Nachbarländern. Ein Verantwortungsträger sagte, die Regierung suche Investoren. Die einzige Chance sei öffentlich-private Partnerschaft==.== Der Generaldirektor der Tanzania Civil Aviation Authority sagte, wären Empfangsgebäude 2 und das von Sansibar in Privatbesitz, hätte man sie geschlossen. Weil sie staatlich seien, habe man Milde walten lassen, denn die Regierung mühe sich um Verbesserungen. (DN 21./22.9.08; Guardian 12..08)

Mbeya

Im Blick auf die wirtschaftliche Zusammenarbeit der Länder des Mtwara Development Corridor (MDC) baut die Regierung den Songwe Airport bei der Stadt Mbeya (Mbeya-Region) aus. Mehr als 12mrd/- TSh sind dafür vorgesehen. Auch Flugzeuge von der Größe einer Boeing 737 sollten dort landen können. Bisher war das nur kleineren Flugzeugen möglich.

Prof. Mark Mwandosya, Minister für Wasser und Bewässerung, forderte die Landwirte und Viehzüchter des Südlichen Hochlandes auf, sich auch nicht-traditionellen Produkten zuzuwenden, denn dieser Flugplatz solle nicht nur den Tourismus, sondern auch die Wirtschaft des Gebietes insgesamt fördern. (DN 19.6./10.8.08)

Mpanda

Als Dank für die Unterbringung von Flüchtlingen aus Burundi im Katumba- und im Mishamo-Lager gewährt der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge (UNHCR) dem Mpanda-Distrikt (Rukwa-Region) finanzielle Unterstützung für eine 1,8 km lange Landebahn und Infrastruktur des Flugplatzes bei der Stadt Mpanda. Premierminister Pinda sagte, die Verbesserung dieses Flugplatzes werde die Transportprobleme des Gebietes verringern und den Tourismus im Südlichen Hochland fördern. Er sei ein Tor für den Katavi National Park, die Gombe Conservation Area und andere Gebiete am Tanganjikasee.

Die Rukwa-Region hat zwei Landestreifen, Mpanda und Sumbawanga. Im Augenblick sind beide in einem erbärmlichen Zustand. (DN 21.7.08; Guardian 23./24.9.08)

Sansibar

Der Flugplatz Sansibars, zweitgrößter Tansanias, bezüglich der Zahl der abgefertigten Flugzeuge, wird umfangreich renoviert. Finanziert wird das von der Regierung Sansibars und dem privaten Sektor, voraussichtlich auch von der Weltbank. Der Flugplatz wurde 1974 erbaut. Nun ist er zu klein für die steigende Zahl von Flugzeugen, die mit Tausenden von Reisenden landen. Die Dächer sind undicht, die Sicherheitskontrollgeräte veraltet. (Guardian 6.8.08)

Tunduru

Die Landebahn von Tunduru (Ruvuma-Region) wurde 25 Jahre vernachlässigt. Kürzlich blieb ein leichtes Flugzeug, das dort landen wollte, im Sand stecken. Leute aus der Umgebung halfen, den Flieger herauszuschieben. Während der Regenzeit überschwemmt der Regen die Landebahn und bedeckt sie mit Sand. (Guardian 6.9.08)